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Keineken – oder denkt bitte mal zwei Züge voraus

Januar 18th, 2010 | By ATK in Gesundheitswesen | 1 Kommentar »

Der folgende Text ist das Gasteditorial von Dr. med. Marco Bianchetti, seines Zeichens Präsident des Verwaltungsrates der Augentagesklinik Sursee und gleichzeitig aktueller Präsident der Schweizerischen Augenärztegesellschaft (SOG-SSO). Das Editorial erscheint in der ersten Nummer des neuen Jahres des Verbandsorgans der Augenärzte, der Hauszeitschrift der Schweizer Ophthalmologen, “ophta”. Der mit viel Herzblut geschriebene Artikel beleuchtet in exakten Worten den Niedergang des Gesundheitswesens, und weshalb wir Aerzte nicht aus Angst um unser Portemonnaie, sondern als einzige Vertreter unserer Patienten, denen wir eine bestmögliche medizinische Versorgung zukommen lassen wollen, für eine freie, unabhängige Medizin kämpfen.
Lesen Sie im folgenden die ungekürzte Originalversion:

Liebe Leser und Leserinnen, Kollegen und Kolleginnen

Letztes Jahr versuchte eine mutige kleine Brauerei in Engelberg ein neues Bier zu lancieren. Nicht ganz zufällig suchte sie sich für dieses Produkt einen Namen, der entfernt an einen großen multinationalen Konzern erinnert, der ein mittelmäßiges, allgemein einigermaßen gefälliges Massenprodukt herstellt, das gewiss alle internationalen Standards und Qualitätszertifikate vorweisen kann, aber niemanden richtig zu begeistern weiß. Nicht ganz zufällig steht vor diesem Namen das Wort ..kein, um hervorzuheben, dass es sich bei diesem Produkt um ein lokales Produkt handelt, das dem Geschmack der einheimischen Bevölkerung angepasst ist und das mit qualitativ guten, lokal hergestellten Ausgangsprodukten hergestellt wird. Nicht ganz zufällig versucht der internationale Konzern dies zu verhindern und erreicht dank seiner Marktmacht eine superprovisorische Verfügung, die den Namen verbietet.
Warum erzähle ich diese Geschichte? Hätte man vor 20 Jahren gesagt der Biermarkt in der Schweiz werde heute nur noch durch 2 große internationale Bier-Konzerne beherrscht, hätte man diese Person für verrückt erklärt. Der Biermarkt war lebendig, viele kleine und mittlere, lokal gut verankerte, Betriebe waren auf dem Markt und die Bevölkerung schätzte das lokale Bier, die Verschiedenheit und die Auswahl der Produkte. Niemand interessierte sich für Qualitätszertifikate, die einem suggerieren, das schlechte Bier, das man trinke, sei gut, denn das Bier, das man genoss war wirklich gut. Den Prozess, den dieses Gewerbe durchgemacht hat , nennt man in betriebswirtschaftlichem Jargon: Konsolidierung. Das ist der Übergang von einem lebendigen Markt von kleinen und mittleren Anbietern zu einem Markt mit 2-3 großen internationalen Konzernen, die den Markt beherrschen, einem faktischen Oligopol. Das Aufsprießen von kleinen lokalen Brauereien wird den jetzigen Zustand auch nicht ändern, denn für den Vertrieb des Bieres besteht ebenfalls ein Oligopol von Verkaufsketten (Coop/Migros/Aldi/Lidl), das nicht interessiert ist lokale Produkte dezentral einzukaufen, sondern nur an Großmengen interessiert ist, die von diesen kleinen Produzenten nicht hergestellt werden können. Sie werden deshalb ein Nischenprodukt bleiben, ein kleines Feigenblatt, das das faktische Oligopol tarnt.
Ich habe immer noch nicht erklärt, warum ich dieses Beispiel beschreibe, aber einige spüren vielleicht schon, dass es sich irgendwie auch um den „Gesundheitsmarkt“ handeln muss. Die heutige Situation im ambulanten Gesundheitssektor gleicht der Situation des Biermarktes vor 20 Jahren, und ich werde von Euch vielleicht auch als verrückt angeschaut, wenn ich Euch sage, dass wir in weniger als 20 Jahren, falls wir noch berufstätig sind, mäßig motivierte Angestellte von 2-3 Gesundheitskonzernen sein werden, die den ambulanten Gesundheitsmarkt der Schweiz mit ihren mittelmäßigen Managed-Care Produkten beherrschen, und unsere wichtigsten Probleme werden darin bestehen, ob wir 7.5 oder 8 Stunden pro Tag, wie viele Kaffeepausen oder ob wir 4 oder 5 Wochen Ferien haben. Ihr werdet sagen das ist nicht möglich, wir werden doch unsere Praxen nicht an einen Konzern verkaufen, und doch sind einige von uns schon auf dem Weg dorthin.
Es hat schon mehrere Versuche gegeben das Schweizer Gesundheitswesen in diese Richtung zu verändern. Die ersten Versuche waren plump und nannten sich HMO. Man versuchte das Endresultat in einem Schritt herzustellen. Es wäre sicher der einfachste Weg gewesen die Patienten durch finanzielle Anreize in kasseneigene HMOs umzuleiten, die immer mehr gewachsen wären und mit der Zeit die gängigen Arztpraxen ersetzt hätten. Die Schweizer Patienten ließen sich aber durch die subventionierten Prämien nicht ködern, denn jeder Patient weiß es zu schätzen, dass er immer den gleichen Arzt als Ansprechpartner hat, zu dem er Vertrauen hat. Auch die Ärzte machten nicht mit, da sie lieber ihr eigener Herr und Meister waren. Also musste ein etwas komplizierterer Weg gefunden werden. Einerseits musste das Gesundheitswesen verteuert werden um einen finanziellen Druck auf die Patienten auszuüben. Dies wurde mit dem neuen KVG bestens erreicht. Es wurden alle Pflegeleistungen (Spitex, Pflegeheime, etc) mit einbezogen, es kam die alternative Medizin dazu, was in Kurzer Zeit zu einem großen Prämienschub führte. Bei den Ärzten erhöhte man den Preisdruck, führte unter falschen Versprechungen einen neuen Tarif ein und strich Leistungen, wie Labor und Röntgen, so dass die Motivation ein eigenes Geschäft zu führen immer geringer wurde.
Unter diesem allgemeinen Druck werden nun Ärztenetzwerke gefördert, welche kosten sparen sollten. Idealistische Ärzte, welche leider nicht 2 Züge voraus denken, versuchen auf diesem Weg mitzuhelfen Kosten zu sparen. Die wirklich gesparten Kosten sind zwar nicht groß, sie werden aber durch die so genannt „normal“ Versicherten quersubventioniert. Die Kassen haben es aber damit geschafft erste, noch relativ locker organisierte, prä-HMOs zu gründen. Diese lockeren Verbände werden aber immer mehr unter einen gegenseitigen Konkurrenzdruck kommen, was sie zwingen wird sich immer straffer zu „Betriebseinheiten z.B. in Form einer AG mit Angestellte Ärzten“ zu organisieren. Unter dem weiter bestehenden Konkurrenz- und Preisdruck werden diese Betriebseinheiten versuchen Wettbewerbsvorteile durch gegenseitige Fusion zu erreichen. Es werden immer weniger und dafür größere Anbieter auf dem Markt sein, die ihre Managed-Care Produkte anbieten. Wenn nur noch einige wenige Anbieter da sind werden sie von den wenigen zurückgebliebenen Krankenkassen einverleibt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass diese dann in großen internationalen Versicherungskonzernen verschwinden werden.
Deshalb denkt 2 Züge im Voraus! Versucht nicht Euch durch Mitmachen in Netzwerken einen vermeintlichen Konkurrenzvorteil zu holen. Einmal drin kommt ihr nicht mehr heraus, da ihr dann von den Patienten des Netzwekes abhängig seid. Versucht nicht nur den eigenen Vorteil zu suchen, sondern habt auch ein Gespür für das Gesamtinteresse und hinterlasst unsern Nachfolgern einen attraktiven Beruf. (Ihr seid dann auf die Behandlung durch sie angewiesen!)
In diesem Sinne wünsche ich Euch ein gutes 2010.
Euer Präsident Marco Bianchetti

Prima ist der Klimawandel auch für den Gemüsehandel (frei nach Fritz Ekenga)

Januar 6th, 2010 | By ATK in allgemein | 1 Kommentar »

KlimamagazinIch erlaube mir für heute einmal, einen anderen Blog zu zitieren: http://alles-schallundrauch.blogspot.com/

Wenn ich mir die Wissenschaftsmagazine anschaue und was sie über das Klima schreiben, dann fällt mir nur diese Titelseite ein:

Na ja, eine Satire, denn Spass muss sein ;-)

Aber nehmen wir ein aktuelles Beispiel vom 30. Dezember 2009:

Welt-Online-Wissen behauptet doch tatsächlich “Das wärmste Jahrzehnt seit 200’000 Jahren”

Wow, was für eine Panikmache in der Schlagzeile. 200’000 Jahre ist ja der Hammer!

Sie zitieren den Umweltbiologen John Smool von der Queen’s University in Kingston (Provinz Ontario): “… seit 200.000 nicht so warm gewesen sei wie derzeit. Also nicht während einer kurzen Warmperiode in den 1940er-Jahren, nicht im mittelalterlichen ‘Klimaoptimum’ und auch nicht während der Eem-Warmzeit vor 125.000 Jahren. Die aktuellen Daten und Erkenntnisse zusammengenommen, heißt das also: 2000 bis 2009 war die wärmste Dekade seit mindestens 200’000 Jahren.”

Wer ist überhaupt dieser John Smool? Völlig unbekannt und ein Nobody in der Klimaforschung. Der einzige der ihn zitiert ist der übliche Verdächtige Al Gore und gewisse deutsche Medien, wie Focus und jetzt Die Welt. Der ist doch gar kein Klimaexperte und hat nichts zu sagen. Aber schauen wir uns die Fakten an, um die Behauptung von Smool als Lüge zu entlarven.

Die NOAA, der National Oceanic and Atmospheric Administration oder Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten hat aus ihren Eiskernbohrungen in Grönland Temperaturkurven über die letzten 500 000 Jahre zusammengestellt. In den Schichten des “ewigen Eises” sind die jeweiligen Klimaverhältnisse, die damals herrschten, aufgezeichnet.

Die Temperaturkurve der letzten 500 Jahre zeigt einen Anstieg ab 1830 bis heute von nur 0,6°C. Der Anfang der Erwärmung war lange vor der Industrialisierung und dem Ausstoss von CO2 durch den Menschen mit seiner Industrie, den Autos und Flugzeugen. Die Kurve flacht sogar am Ende in der heutigen Zeit ab, wir sehen den berühmt berüchtigten “Hockey Stick”.

Gehen wir etwa 1’200 Jahre zurück. Uups, was sehen wir? Das mittelalterliche „Klimaoptimum“ um das Jahr 1’000, von dem der Welt-Artikel sagt, es war weniger warm als heute. Da sieht aber die Erwärmung der letzten 100 Jahre im Vergleich sehr mikrig aus. Tatsächlich war es die Zeit wo die Wikinger Grönland besiedelten und der Insel diesen Namen gaben, weil es dort grün war und sie Ackerbau betreiben konnten. Warum heisst es denn Klimaoptimum? Weil das Klima optimal war.

Damit haben wir die Lüge bereits entlarvt. Vor 1’000 Jahren war es erheblich wärmer als jetzt und damit stimmt die Behauptung NICHT!!!, dieses Jahrzehnt ist das wärmste seit 200’000 Jahren. Es beweist auch, der Mensch hat mit einer Klimaerwärmung gar nichts zu tun.

Aber gehen wir weitere 4’000 Jahre zurück. Es gab viel wärmere Perioden, wie um 1’000, eine um 500, dann im Jahre Null zu Christi Geburt, dann 1’200 vor Christi sogar sehr hohe Temperaturen usw. Überhaupt waren die letzten 4’000 Jahre generell bis auf wenige Ausnahmen viel wärmer als heute. Jede Warmperiode war auch ein Hoch der Kultur. Ist ja auch logisch, denn es gab genug Nahrung, die Menschen, Tiere und Vegetation profitierten vom angenehmen Klima. Das römische Reich entstand und konnte sich ausdehnen, die Alpen waren eisfrei und in England bauten die Römer Wein an. Während einer kalten Zeit und speziell der “kleinen Eiszeit” zwischen dem 15. bis in das 19. Jahrhundert gab es schlechte Ernten und unsere Vorfahren verhungerten. Wir kommen jetzt gerade sozusagen aus dieser Kaltperiode raus.

Gehen wir 10’000 Jahre zurück. Auch da, praktisch immer wärmer als heute. Wir sehen, wie das Klima sich regelmässig änderte, auf und ab ging, ein völlig normaler Vorgang. Vor 20 000 Jahren war grosse Eiszeit. Der Beginn der Warmzeit vor 10’000 Jahren war auch der Anfang unserer Zivilisation, der Steinzeitmensch kroch aus seiner Höhle und die besseren (sprich wärmeren) Umweltbedingungen erlaubten eine Fortentwicklung.

Die Grafiken, die man sich dort anschauen kann, zeigen auch, dass es immer wieder kleinere und grössere „Eiszeiten“ gab und diese auch ganz ordentlich lang dauern können, dass es dazwischen aber auch ganz schön lange Warmperioden gab.

Was steuert diesen Zyklus? Die Sonne natürlich. Sie strahlt ihre Energie nicht konstant ab, sondern verändert sich, hat mal mehr mal weniger Aktivität. Dann kommen noch Faktoren wie der veränderte Abstand der Erde zur Sonne dazu, kosmische Ereignisse usw. All das bewirkt eine Klimaveränderung.

Was lernen wir daraus?

1. Eine Klimaveränderung ist ganz was Normales und hat immer schon stattgefunden.

2. Der Mensch hat damit gar nichts zu tun, sondern der Hauptfaktor ist die Sonne. (was nicht heisst, dass wir uns keine Gedanken darüber machen sollen, warum wir in 250 Jahren die in Hunderttausenden von Jahren wenn nicht gar Jahrmillionen angehäuften Fossilien verbrennen sollen oder eben nicht sollten).

3. Ist das CO2 vom Menschen an einer Klimaerwärmung schuld? NEIN! Der Anteil CO2 in der Atmosphäre beträgt nur 0,0388 Prozent, erdgeschichtlich gesehen ein sehr tiefer Wert. Daran trägt der Mensch nur 5 Prozent bei, 95 Prozent kommen von der Natur.

4. Ist CO2 ein Gift welches ausgemerzt werden muss? NEIN! Es ist lebenswichtig für alle Pflanzen und für uns selber, denn durch die Fotosynthese wird Sauerstoff produziert und die Vegetation gedeiht. Ohne CO2 gebe es gar kein Leben auf diesen Planeten.

5. Ist eine Klimaerwärmung etwas Schlechtes? NEIN! Die Menschheitsgeschichte zeigt, es war eher von Vorteil und eine Blütezeit der Kultur.

6. Heisst das, wir können Öl und Kohle verbrennen so viel wir wollen? NEIN! Was reduziert werden muss ist der Russ, Staub, Schwefel und andere Partikel, welche die Umwelt belasten.

7. Haben die Panikmacher des Klimas recht mit ihren Katastrophenvorhersagen? NEIN! Sie erzählen und schon seit 30 Jahren die Welt wird untergehen, aber nichts davon ist eingetroffen.

8. Ist eine sofortige und massive Einschränkung des CO2 richtig? NEIN! Wir haben noch Zeit, eine schrittweise und vernünftige Umstellung auf umweltfreundliche Technologien zu vollziehen.

9. Sind die Chancen für eine Eiszeit grösser? JA! Und das wäre wirklich eine Katastrophe.

10. Wer profitiert von dieser Panikmache? Die Klimaforscher, die riesige Budgets erhalten. Die Finanzindustrie, welche die CO2-Zertifikate handeln kann und eine neue Blase damit produziert. Der Staat, der neue Steuern und Abgaben für das CO2 verlangt, und eine weitere Einnahmequelle hat. Die Atomindustrie, welche neue Kraftwerke bauen kann, weil sie kein CO2 produzieren. Und die Kontrollfreaks, welche uns diktieren wollen, wie wir zu leben, zu denken und zu handeln haben.

Damit liegen die Befürworter einer vom Menschen verursachten Klimaerwärmung, die nur auf dem CO2 rumreiten und es als Gift verteufeln, völlig falsch und sie sollten sofort mit ihrer Angstmacherei, Lügerei, Betrügerei und Geschäftemacherei aufhören. Am meisten sollen sie mit den Kriegen aufhören, denn die sind die grössten Zerstörer der Umwelt und der Menschheit.

Verwandte Artikel: Laut „Welt der Wunder“ ist CO2 ein „Todesgas“, Klimadiskussion auf Radio 105
Geposted von Freeman
Zusammenfassend: Hier in Luzern, wo meine Praxis steht, gab es schon zweimal über 100 Meter Eis und die Mammuts latschten drüber, es gab aber auch schon mal ein subtropisches Meer, dass seine Muscheln, Seeigel und Haifischzähne im Sediment hinterlassen hat. Kann man alles bei Grabungen hervorholen. Und wir regen uns wegen 2 Grad mehr oder weniger auf….