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Warum die Griechen so viel Schulden haben: Ein Beispiel

Oktober 28th, 2011 | By ATK in allgemein | Keine Kommentare »

Im Moment wird viel über Griechenland und seine Schulden debattiert. Die einen freut’s,  die anderen wollen die Griechen endlich los werden. Die Griechen selber wollen auch je länger je mehr in diesem Europa gar nicht mehr dabei sein.

Verständlich. Griechenland ist nämlich nicht euro- oder eu-kompatibel. In keiner Weise. War es auch nie. Als sie zur EU gestossen sind, hatten sie bereits ihr Budget getürkt. Das war zwar vielen bekannt, aber man drückte sämtliche zur Verfügung stehenden Augen zu. Warum auch immer. Nun haben wir den Salat.

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an Griechenland denken? Schöne Landschaft, Ferien, Tourismus, gutes Essen. Und sonst? O.k., alte Kulturgüter. Weiter? Eben. Vielleicht fallen einem gerade noch ein paar schöne Menschen ein, oder griechische Musik, aber dann ist Ebbe, selbst Feta-Käse wird ausserhalb Griechenlands oft besserer hergestellt. Dieses Land hat keine Produktivität. Es gibt nichts, was weltweit oder wenigstens europaweit als wichtiges Produkt griechischer Herkunft bekannt wäre. Schiffe werden keine mehr gebaut, jedenfalls keine grossen Pötte mehr, und die Reederei ist seit Onassis’ Tod auch nicht mehr das, was sie mal war.

Als Kenner der Eisenbahnszene werde ich Ihnen nun ein paar Müsterchen aus dieser Branche verraten, die Ihnen klar vor Augen führen, warum Griechenland dort ist, wo es ist, und wahrscheinlich auch gar nie EU-kompatibel sein wird.

Griechenland hat immer noch eine Staatsbahn, die OSE. Die Angestellten sind alle beamtet, man kann ihnen also nicht künden, man kann sie nur versetzen, was manchmal zu so skurrilen Erscheinungen führt wie der Versetzung des letzten Lokführers, der noch alle Dampfloktypen gekannt hat und damit für den Tourismus unabdingbar war, in ein Amt, das Vorschriften zur Herstellung von Vorschriften herstellt.

Im letzten Jahr haben die griechischen Eisenbahner an 136 Tagen gestreikt, also im Durchschnitt jeden dritten Tag. Damit sind sie sogar den streikfreudigen Italienern einiges voraus.

Das ist aber nicht alles. Griechenland steckt voller eisenbahntechnischer Bauruinen und Fehlplanungen. Da wird für teures EU-Geld eine Intercity-Verbindung mit Tunnels und Brücken gebaut von Athen nach Thessaloniki. Natürlich hinkt man aufgrund der griechischen Arbeitsmoral weit hinter dem Fahrplan, aber selbst wenn die Strecke mal fertig wird, wird sie wohl nie rentabel betrieben werden können mit 6 Zügen am Tag…

Da wird mit grossem Aufwand und wieder mit EU-Beiträgen eine Schmalspurstrecke ausgebaut und modernisiert (Katakolo-Pirgos). Die Bahn ist bei der Bevölkerung beliebt und lässt sich rentabel betreiben. Aber die OSE-Verwaltung liebt Schmalspur nicht, wahrscheinlich wegen der ersten Silbe. In Griechenland war “small never beautiful”. Man klotzt lieber, auch wenn man das Geld dazu gar nicht hat. Also wird ein kleiner Unfall (drei Zugbeamte vergessen, an einer Halt auf Verlangen-Haltestelle anzuhalten, obwohl jemand aussteigen will, und denjenigen killt’s dann auch prompt beim Unfall) bei Achladokampos als Anlass genommen, gleich den ganzen Betrieb vollständig einzustellen. Die Fahrzeuge gammeln inzwischen vollständig versprayt vor sich hin.

Dies sind nur einige Beispiele aus einer eigentlich ohnehin völlig unwichtigen Ecke, nämlich den in Griechenland ohnehin sträflich vernachlässigten Eisenbahnen. Wenn man aber schon nur hier in die Details der totalen Fehlplanung und Misswirtschaft hinein sieht, dann wundert einen gar nichts mehr.

Gut, sind wir Schweizer von der Frage befreit, ob wir den Griechen helfen sollen. Wir sind schliesslich nicht in der EU!

Sehr gut und – sehr teuer – und…

Oktober 18th, 2011 | By ATK in allgemein, Gesundheitswesen | 5 Kommentare »

WHO und OECD haben mal wieder die Gesundheitswesen der (westlichen) Welt beurteilt. Unseres auch. Die Schweiz kommt weg wie immer. Wir hatten es ja vorher schon gewusst, dazu hätte es keiner teuren Analyse dieser Organisationen bedurft: Unser Gesundheitswesen ist gut. Und teuer. Das wussten wir schon.

Jetzt kommt aber ein interessanter neuer Aspekt hinzu. Gemäss der neuesten Studie ist es auch ineffizient. Ach! Interessant. Woher kommt denn das? Seit einiger Zeit müssen die Leistungserbringer gemäss politischem Willen einen Haufen Qualitätssicherungsmassnahmen durchführen, müssen ihre Tätigkeiten an x Ämter, Kontrollstellen und Versicherungen in tausend verschiedenen Formularen melden, werden kontrolliert, geprüft, für teures Geld zertifiziert für lauter Dinge, die sie vorher anstandslos, ohne Kontrolle, perfekt ausgeführt haben, in bestem Wissen und Gewissen.
Wenn Sie jetzt allerdings davon ausgehen, dass die Politiker, Verbände und Versicherungen sich aufgrund dieses Berichtes an der Nase nehmen würden, dann haben sie die Funktion des Systems nicht verstanden.
Als Folge des Berichtes werden die Patienten gezwungen werden, sich gefälligst effizientere Krankheiten auszudenken, oder wenn schon zu verunfallen, dann möglichst praktisch, und die Leistungserbringer werden dazu verdonnert, diese effizienten Krankheiten und praktischen Unfälle so leistungsarm wie nur irgendmöglich zu behandeln. Also am besten gar nicht, das ist nämlich am billigsten.
Ein Phänomen, das übrigens ein Bestandteil von Managed Care ist: Je weniger in der Managed Care Organisation wirklich gemacht wird, desto mehr verdient sie. Der Arzt, der mit Budgetverantwortung eingebunden ist, verdient also am meisten, wenn er nichts tut. Eine verlockende Perspektive…!

Veröffentlichung der Aerztehonorare

Oktober 18th, 2011 | By ATK in allgemein, Gesundheitswesen | Keine Kommentare »

Die “angeblichen” Einkommen der Aerzte wurden mal wieder publiziert. Das hat einen Namen. Hasler-Studie, von der FMH offiziell mitgetragen.

Diesmal, im Jahre 2011, ging es um das Einkommen im Jahre 2008. Die Zahlen geben jedes mal zu erheblichem Unmut Anlass. Bei denen, die in den unteren Rängen figurieren, zur Bestätigung ihres Ärgers nach dem Motto: “Ich hab’s schon immer gewusst, dass ich bei den Verlierern bin, eine Schweinerei ist das”, und natürlich eine Anfachung der Wut über das Einkommen der besser Verdienenden. Bei denjenigen, die in den höheren Rängen zu finden sind, entsteht aber auch Unmut, weil die Zahlen nie stimmen. Z.B., weil immer wieder mal Umsatz mit Einkommen verwechselt wird, weil Dinge ins Einkommen gerechnet werden, die derjenige gar nie wirklich eingenommen hat, sondern sie aufgrund von Berechnungskonstrukten entstehen (z.B. Verschiebung von Steuerschulden und vieles andere mehr), und was der komplexen Dinge mehr sind.

Angeblich habe ich im Jahre 2008 über 350 Tausend Franken verdient. Mein Treuhänder sagt mir aber was ganz anderes. Es ist jedenfalls nicht mal  die Hälfte.  Und das ist ja dann immer vor der Steuerrechnung, die meinem Betrieb trotzdem noch genug abknöpft. Bis anhin waren das bis zu 40’000.- Steuerlast. Nur so nebenbei.

Die Zahlen sind deshalb schon falsch, weil sie von falschen Prämissen ausgehen. Bei den Augenärzten ist es z.B. so, dass ich Ihnen an einer Hand 5 Augenärzte aufzählen kann, die weit über 3 Millionen Franken verdienen. Das tun sie aber nicht über das KVG, sondern sie machen z.B. Laserbehandlungen, die ja bekanntlich jeder selber bezahlen muss.

Neid ist also in jedem Fall falsch. Erstens sind alle selber schuld, die zum Doktor gehn und ihm noch was in den Rachen werfen, zweitens kann sich jeder selber einen Job aussuchen, bei dem er mehr verdient. Man kann sich auch freischaffend ins Investmentbanking einklinken, ich kenne solche, die mit Derivaten oder neukonstruierten Fonds ein Heidengeld verdienen. Es braucht Mut, ist klar, und man darf halt auch keine Skrupel vor dem Schiffbruch und der Verarschung anderer Leute haben, denn das ist systemimmanent programmiert.

Am Ende der Fahnenstange geht dann aber doch jeder Patient, wenn er denn unter einem entsprechenden Problem leidet, zu Dr. oder Prof. xyz, auch wenn der ein Rieseneinkommen hat, bloss weil er hofft, von dieser Koryphäe geheilt oder korrekt behandelt zu werden.

Von nichts kommt nichts.

Ich bin immer noch der Meinung, dass viele Ärzte das, was sie verdienen, auch wirklich “verdient” haben. Sie arbeiten nämlich viel dafür, und eben auch oft gut. Ganz im Gegensatz zu vielen Bankern, Finanzjongleuren, Versicherungsagenten und anderen windigen Gestalten, welche unsere Geschäftswelt bevölkern, und m.E. die teils exorbitanten Summen, die sie sich auf ihre Konten schaufeln, sicherlich in keiner Weise wirklich verdient haben.

Dass die Ärztelöhne oder -einkommen trotzdem gelegentlich etwas ungerecht verteilt sind, ist hier nicht Thema. Das IST leider so, und politisch gewollt. Die besser verdienenden Spezialisten haben vor 25 Jahren darauf gedrängt, dass die Hausärzte oder auch Psychotherapeuten ein besseres Einkommen verdient haben. Eine Gesamtrevision Arzttarif wurde an die Hand genommen, was die FMH damals über 5 Mio. Franken gekostet hat. Das Unterfangen wurde dann von der Politik bös torpediert, das ursprünglich GRAT genannte Projekt annektiert, umfunktioniert, in ein neu geschaffendes KVG implementiert und ein TarMed daraus gemacht, der von Anfang an schon deshalb, weil schon wieder die santésuisse mit am Tisch sass und den Bazar wieder eröffnet hat, zum Schiffbruch verurteilt war.

Schon wieder ein Bundesgerichtsentscheid! – Glück gehabt?

Oktober 13th, 2011 | By ATK in allgemein, Gesundheitswesen | 1 Kommentar »

Eine sehr lange, sehr mühsame Geschichte neigt sich ihrem Ende entgegen. Die Zürcher Aerzte haben vor vielen vielen Jahren in ihrem Kanton eine Initiative eingereicht, der Kanton möge die direkte Medikamentenabgabe im ganzen Kanton bewilligen (also auch in den Städten Zürich und Winterthur), da vom Volk so gewünscht und ein praktischer und billiger Abgabe-Kanal (der Medikamentenverkauf in der Arztpraxis ist gemäss Statistik der untersuchenden Aemter, Institute und Behörden günstiger als der Verkauf über die Apotheken, auch wenn gewisse Leute immer wieder etwas anderes behaupten und unbedingt politisch wollen, dass sich Aerzte angeblich mit dem Medikamentenverkauf eine goldene Nase verdienen. Es ist halt nun mal  so, dass das nicht stimmt und sich die Aerzte in keiner Weise unrechtmässig bereichern, Pech für die Schwarzmaler). Das allerdings passte den Apothekern verständlicherweise überhaupt nicht in den Kram und sie liefen gegen dieses Ansinnen vehement Sturm. Mit Erfolg, denn sie konnten dieses Unterfangen über mehr als 10 Jahre hinauszögern. Drei Abstimmungen gab es im Kanton Zürich, zwei mal über die direkte Medikamentenabgabe, und beides mal sagte das Volk: Ja, wir wollen die Medikamente beim Arzt beziehen können.
Aber selbst dann wollten die Apotheker nicht klein beigeben und den demokratischen Entscheid akzeptieren, sie klagten vor Bundesgericht, die Initiative der Zürcher Aerzte sei gar nicht rechtens gewesen und habe gegen übergeordnetes Bundesrecht verstossen. Also mussten die Bundesrichter entscheiden, und solange war die Initiative bzw. deren Umsetzung erneut blockiert.
Mit grosser Freude haben schliesslich alle (ausser die Apotheker) kürzlich zur Kenntnis nehmen dürfen: Auch die Bundesrichter fanden: Neinnein, alles korrekt, die Initiative darf nun umgesetzt werden.
Jubel allüberall. (ausser bei den Apothekern: Sie drohen mit Schliessung wichtiger Apotheken (macht das Sinn? Wenn sie wichtig sind, werden sie stehen bleiben, weil rentabel), mit Abbau von Arbeitsplätzen und so weiter.) JEDOCH:
Der Entscheid der Bundesrichter war gar nicht so eindeutig. Eine einzige Stimme entschied über Sein oder Nichtsein. Drei Richter waren dafür, zwei dagegen! Haben wir bloss Glück gehabt?
Im einzelnen:

Volkes Wille, so meinten immerhin zwei Bundesrichter, ist weniger wert als ein Bundesgesetz, das diese Bundesrichter offensichtlich gegensätzlich zum erklärten Willen des Volkes interpretierten. D.h. also, die Interpretation der Richter, und es ist lediglich die Auslegung eines Gesetzes, steht deutlich über dem Willen und der Interpretation des Volkes. So sehen das 2 von 5 Bundesrichtern. Sie sprachen damit ganz offensichtlich nicht Recht “im Namen des Volkes”, sondern machten Politik – gegen den Willen des Volkes!!

Zum Glück haben die drei anderen Bundesrichter das anders gesehen. Muss man also Glück haben, um zu seinem Recht zu kommen?

Sie wissen, wenn Sie diesen Blog regelmässig lesen, dass dies eines meiner Lieblingsthemen ist. Wir sind aber selbst schuld, wenn wir uns in diese Gefahr begeben, da wir dazu neigen, alles und jedes vor Gericht zu schleppen, statt gesunden Menschenverstand und Demokratie walten zu lassen!

Wie war das noch im Kanton Zürich? Die zweimalige Ablehnung eines Gesundheitsgesetzes, welches die Medikamentenabgabe durch den Arzt verboten hätte (Regierungsräten Verena Diener lässt grüssen!), durch demokratischen Volksentscheid genügte nicht. Die deutliche Annahme einer Initiative, die den Volkswillen klar zum Ausdruck brachte, genügte ebenfalls nicht.

Am Schluss brauchte es noch etwas Glück. Geben wir uns keinen Illusionen hin: Der richterliche Spruch in Lausanne ist einem Zufallsentscheid gleichzusetzen. Es hätte wegen einer einzigen Stimme auch ganz anders kommen können. Die Zürcher konnten trotz mehrfach bestätigten Entscheiden nicht regieren, der Souverän war nicht souverän, nein, er war angewiesen auf die Gunst von ein paar Richtern, die eher zufällig in diesem Falle im Sinne des Volkes entschieden haben.

Wie objektiv sind Richter wirklich? Wieviel Ideologie und Weltanschauung, wieviel politischer Background fliessst in die Entscheide ein? Diesmal war es 2:3. Ich wage gar nicht, darüber nachzudenken, was da in bezug auf andere wichtige Fragen in Lausanne alles abgeht.

Die Unwägbarkeit des Unverzeihlichen

Oktober 13th, 2011 | By ATK in allgemein | Keine Kommentare »

(Kurzversion eines längeren Essays)

Es gibt Dinge, die gehen einfach nicht. Z.B. Mord aus Liebe oder Eifersucht, Gewaltanwendung – egal welcher Art – gegenüber Kindern, zum Beispiel. Oder ein Ikea-Regal zusammenzustellen ohne zu Fluchen.
Doch Spass beiseite.
Aus religiöser Sicht sind wir alle Sünder. Dennoch haben wir im Alltag Mühe damit. Niemand will es offensichtlich sein; und niemand möchte einen um sich haben. Und doch ist das menschliche Naturell unvollkommen und mit Fehlern behaftet. Wir begehen bewusste und unbewusste Fehler und tun manchmal Dinge, die wir nicht sollten. Öfters unwissentlich, manchmal aber auch ganz bewusst.
Wie schwer diese Fehler wiegen, wird sehr unterschiedlich beurteilt. Es gibt dafür interessanterweise kein allgemeingültiges Schema. Es ist abhängig von vielen Faktoren wie lokaler Kultur, Zeitgeschehen, Gesellschaftsstruktur, Rechtssprechung, religiöser Verankerung (und der gültigen Religion) und vielem mehr, aber: Grundsätzlich ist es menschlich geprägt. Es gibt eigentlich keinen absoluten Wert, trotzdem benehmen wir uns immer so, wie wenn dem so wäre. „Das geht absolut nicht.“

Hier auf Erden gibt es keine Vergebung. Nur Gott, oder der Schöpfer, kann vergeben. Er hat ja auch alle Kreaturen, alle Möglichkeiten dieser Welt erschaffen. Wer vergeben würde, würde sich auf eine göttliche Ebene stellen.

Anders sieht es mit dem Verzeihen aus. Verzeihen wäre uns möglich. Dies bedingt allerdings eine gewisse Herzensbildung und eine eigene gestärkte Psyche. Wer weder sich selber genügend kennt, mit sich im Einklang steht und damit auch andere entsprechend beurteilen kann, wird nie genügend Sicherheit erlangen, genügend exakt Gut von Böse unterscheiden zu können. Man muss über den Dingen stehen können.
Da der Durchschnitt der Weltbewohner aber gar nicht daran interessiert ist, sich auch geistig weiterzubilden und bewusstseinsmässig während des Lebens etwas weiter zu kommen, können wir nicht erwarten, dass uns je verziehen wird.
Machen wir mit dieser Feststellung eine Umfrage, so kommt heraus, dass wir es durchschnittlich anders empfinden. Jeder hat das Gefühl, er habe schon oft verziehen, und jeder berichtet von der so wichtigen (und oft auf irgend eine Art als schön empfundenen) Versöhnung nach einem Streit. Stimmt. Ist allerdings nicht unbedingt genau das gleiche.

Und am Ende bleibt ja die Frage: Wer gibt uns die Sicherheit, wann wir verzeihen dürfen (oder sollen) und wann nicht? Soll man überhaupt nur unbewusste Fehler akzeptieren? Oder gibt es auch bewusst begangene Fehltritte, die man annehmen und verzeihen kann, oder darf? Welche Kriterien kann man dafür in Anspruch nehmen?
Logisch abgeleitet resultiert daraus, dass man von niemandem verlangen kann, dass er verzeiht. Und wenn die Gesellschaft allgemeine Regeln „formuliert“, die zumindest im aktuellen Zeitfenster als gültig oder als Richtlinien erachtet werden, so bleiben unverzeihliche Dinge unverzeihlich.
Selbst wenn sie später vor Gott Gnade fänden.